Vorerst letzter Eintrag..

Sonntag, 03.06.2012

Hallo!

Ich wollte nur kurz bemerken, dass ich ja nicht mal mehr eine Woche hier bin und wie das so ist fällt einem immer noch etwas ein, das man unbedingt noch machen muss und da werde ich garantiert keine Zeit mehr haben, einen Blogeintrag zu schreiben. Später dann (hoffentlich!!!) schon, weil es ja auch eine Erinnerung für mich ist. (Ihr könnt dann das Buch kaufen :P ..nee, Scherz :D)

Wir sehen uns bald!

Muchos saludos!

P.S. In nichtmal 11 Monaten haben wir die 4000-Besuchermarke geknackt und ihr habt mehr als 140 Kommentare geschrieben. Aber die besten "Begriffe unter denen dein Blog gefunden wurde" hebe ich mir bis zum Schluss auf. 

Tag 4 - von Chiloé nach Puerto Varras

Montag, 21.05.2012

Sorry, dass ich schon wieder so lange nicht geschrieben habe. Aber nach der Reise in den Süden musste ich mir ja aucheinmal den Norden Chiles angucken. Und eins kann ich euch sagen: Das war die beste Reise! Zwar nicht unbedingt das Reiseziel, dafür aber die Leute, die dabei waren. Aber das wird später erzählt...

Irmlind, nein, wir haben keine Ferien..aber wir sind die Austauschschüler aus Deutschland, wir dürfen das! (Und wenn nicht kommt die Masche "Wir wollen noch mehr von eurem wunderschönen Land sehen!".) Den Führerschein habe ich noch nicht..weil die Schule unfähig ist. Am Donnerstag, eine Woche bevor ich mein Zeugnis brauchte, bin ich ins Sekreteriat gegangen. Dort hat man mir gesagt: "Komm nach der Schule wieder, da haben wir es dann fertig!". Nach der Schule bin ich dann aber nicht hingegangen, weil Jaque meinte, ich könnte es ja auch noch am nächsten Tag abholen und wir hatten eh nicht so viel Zeit, da noch zu warten. Am Freitag bin ich also wieder hingegangen, da wurde mir exakt das gleiche gesagt wie am Vortag (ich finde, hier gleicht die Geschichte einem dieser "Fritzchen-Witze"..). Und auch hier bin ich nach der Schule aus Zeitgründen nicht hingegangen. Am Montag hat man mir in der Mittagspause dann gesagt, dass die Sekretärinnen essen wären. Also habe ich dann den Mathelehrer später in der Stunde gefragt, ob ich kurz hingehen dürfte. Ich ging also ins Sekreteriat und die Sekretärin meinte -nachdem ich ihr meinen Fall jetzt das dritte Mal erklärte-, dass sie gar keine Noten von mir hätten. Das fiel ihnen ein, nachdem sie mir schon zwei Mal gesagt hatten, sie hätten es nach der Schule fertig! Ich hab ihr erklärt, dass ich im letzten Jahr aber Noten gehabt hatte und dass die hinten im alten Klassenbuch drin seien. Die Sektrtärin war sich totsicher, dass dies nicht so sei. Leider hatte sie auch die Klassenbücher grade nicht zur Hand, damit ihr ihr das Gegenteil beweisen konnte. Ein bisschen kochend lief ich zurück in den Matheunterricht und erklärte meinem Lehrer (von dem ich wusste, dass er micht verstehen würde): "Man kann viele Sachen über die Deutschen sagen: dass wir quadratisch, bürokratisch oder sonstetwas wären. Aber wir haben die Sachen, wenn man sie braucht!!!" Der arme Kerl nickte nur und meinte: "Ich kümmere mich drum." Und am nächsten Tag hatte ich dann mein Zeugnis. Nur war das das falsche. Da stand nichts von wegen "Kultusministerium" drauf. Also kümmert sich jetzt Alan darum. Aber das nur am Rande. 

Zum Wetter: hier wirds immer kälter. Wir haben Tagsüber nur noch um die 20°C!! Ihr werdet jetzt sagen: "Aber das ist doch noch warm!". Ihr hattet ja auch keine 4 Monate lang nur 35°C! Ich würde mich ja über dieses Wetter freuen (jetzt kann man tagsüber ja wieder aus dem Haus gehen..), aber nicht in diesen Häusern! Da ist es draußen wirklich wärmer als drinnen! Deswegen frühstücken wir auch gerne mal draußen.. wie auch immer, wir machen mal mit Chiloé weiter!

Am nächsten Morgen standen wir also schon pünktlich um 10 Uhr am Straßenrand, um einen Bus anzuhalten, der uns dann nach Castro bringen sollte. Die ersten beiden hielten leider nicht und deswegen verpassten wir am Ende den Bus. So buchten wir das Ticket um (was glücklicherweise ging und uns auch nicht so viel Zeit gekostet hat) und sind dann gleich nochmal losgezogen, um Hannes' Adapter zu suchen.

Ach, das hatte ich ja ganz vergessen! Wir sind schon am Vorabend einen suchen gegangen. Hannes, Maurice und ich sind losgezogen. Hannes ist von Geschäft zu Geschäft gegangen und Maurice und ich haben uns an die Straßenecke gesetzt und gewartet. Und wie ihr mich ja alle kennt, verspürte ich plötzlich einen Drang, zu singen -dem ich natüerlich nachgab. Was mich etwas störte war, dass Maurice mal im Chor gesungen hatte und ich mich daneben einfach wie ein verrostete Musiksäge anhörte. Doch dann sang ich einfach Lieder, bei denen es sich so anhören musste. Und es schien auch ganz gut gewesen zu sein, da schon nach kurzer Zeit ein Passant anfing, in seiner Hose nach Geld zu suchen...

Zurück zu Tag 4. Hannes und ich fanden, wir müssten ja noch einmal Oskar zu dem Markt begleiten und fanden auch prompt einen Laden, der uns gefiel. Er war voller Schuck mit Steinen, spezialisiert auf Lapislazuli. Und der war ja dann auch sehr kostengünstig! Wir haben geguck, gekauft und uns so gut mit der Verkäuferin unterhalten, dass sie uns am Ende auch zwei Steine (keine Lapislazuli) geschenkt hat. 

Dann sind wir zurück zum Bus gelaufen und auf der Fähre zurück zum Festland. In Puerto Montt mussten wir uns einen regionalen Bus suchen, der uns nach Puerto Varras brachte. Dort suchten wir die Jugendherberge, die man uns empfohlen hatte und räumten dort ersteinmal um. Eigentlich wären die drei Jungs in ein 6er-Zimmer und wir in ein anderes 6er-Zimmer gekommen, aber da wären womöglich noch andere dazugekommen. Also "wagten" wir es zu fragen, ob wir nicht alle zusammen in ein Zimmer gehen könnten. Das ist in Chile normalerweise unmöglich (der "feste Freund" darf bei uns im Haus nicht einmal das Zimmer der Mädels betreten -ich könnte jetzt Stundenlang über den Zusammenhang mit diesen Verboten und den vielen Jugendschwangerschaften philosophieren..) aber wir sind die Austauschschüler aus Deutschland, wir dürfen das. Am Ende waren wir schön -wie wir das schon in der ersten Klasse gelernt hattten- geordnet: Junge, Mädchen, Junge, Mädchen..das lag aber hauptsächlich daran, dass die Mädchen in den Ecken schlafen wollten und die Jungs sich die ganze Fahrt über wie Gentlemen verhalten mussten -ob sie wollten, oder nicht (ich verweise hier kurz auf die Geschichte in Chiloe, dass sie sich ein Doppelbett teilten und einer auf dem Boden schlief und von der Sorte gab es noch mehr). Nach ein paar ernsteren Gespächen (Lili hatte ein Verständnisproblem bei Oskars Humor) liefen wir los, um für den nächsten Tag eine Fahrt zu suchen. Leider hatte das Büro schon zu, doch duch die Glasscheibe sahen wir, dass noch Leute am Arbeiten waren. Die anderen wollten schon weitergehen, doch ich blieb beharrlich stehen und irgendwann schickte uns eine der Frauen in ein anderes Büro. Dort buchten wir nun eine überteuerte Reise für den nächsten Tag, die uns dafüer aber fast überall hinbrachte.

Danach guckten wir uns ein bisschen um, machten viele Fotos, gingen etwas essen und dann auch wieder ins Hotel, wo Maurice, Irina und ich nach einem langen Tag die Resultate einiger Gespräche zogen und auch ein bisschen über Gott und die Welt quatschten, dabei ein Bierchen tranken und nach einiger Zeit von wirklich süßen Hunden umzingelt waren, die gestreichelt werden wollten. Doch das durfte man nicht machen -wie wir feststellten-, da sonst die anderen eifersüchtig wurden. Und eifersüchtige Straßenköter...lieber nicht!

So...morgen gucke ich mal, ob Alan mir irgendein Papier besorgen konnte, dass die Stadt annimmt und dann habe ich am 24. auch schon die Prüfung...hoffen wir mal, dass es klappt ;-D

 

Was ich noch bemerken möchte: ich habe grade die Nachrichten geguckt: Italien im EPI-Zentrum halb zerstört, 7 Tote und das bei Stärke 6,0°. Es ist zwar nicht zu vergleichen, aber bei uns ist hier bei der gleichen Stärke nicht einmal ein Glas aus dem Schrank gefallen. Da seht ihr es mal wieder: Alles ist relativ! :D

Tag 3 -Chiloé -zweite Hälfte

Freitag, 11.05.2012

Wir kamen beim Häusschen an, in dem wir zu Mittag essen würden. Un dort war es ungefähr so, wie ich mir Irland vorstelle: eine grüne Wiese bestückt mit ein paar Schafen, im Hintergrund eine Holzkapelle und das alles direkt am Wasser..und dann natürlich die kleinen Holzzäunchen nicht zu vergessen. Das Mittagessen war dann nicht soo berühmt und danach ging es wieder weiter. Nebenan war einer der bekannten (...!!) Friedhöfe, auf dem nicht etwa Grabsteine oder sonstiges standen, sondern kleine Holzhäusschen. 

Der Weg dorthin war auch wieder von der Sorte: "Das hab' ich doch schonmal gesehen...im Kalender!" (Ihr wisst bestimmt, was ich meine..). Von dort aus fuhren wir dann endlich dorthin, wo wir eigentlich hinwollten: der Nationalpark von Chiloé.

Wir liefen erstmal durch einen "Wald" und guckten uns mit nicht ganz so viel Begeisterung die Pflanzen an. Es war alles noch zu geordnet! Es war auch nicht so richtig "waldig", schon bald kamen wir an den Rand eines Sees, in dem ein Monster leben sollte, das so aussehen sollte wie Nessie. Jetzt stellt sich die Frage: wer hat hier geklaut? Haben die Schotten an Einfallsreichtum gespart? Wie auch immer. In einem Häusschen guckten wir uns Plakate an, auf denen gezeigt wurde, was es auf Chiloe für Tiere gibt. Ich war völlig begeistert: es sollte nicht nur Pinguine sondern auch Delfine, Robben, Seelöwen (okay, die beiden gibts hier an jeder Ecke), Wale, Otter und noch mehr Tiere dieser Art geben.  Dazu noch Rehe (oder sowas), lustige Frösche und soetwas wie Jaguare (so sah jedenfalls das Bild aus) und natürlich auch andere Gestalten aus der Mythologie. Zum Beispiel der Trauco, der im Wald wohnt und die jungen Frauen schwängert. Langsam verliessen alle das Häusschen, nur Maurice, Hannes und ich blieben noch ein bisschen vor der Tür stehen und guckten uns die Gegend an. So lange, bis wir etwas sahen, das einem Kolibri verdächtig ähnlich sah. Genauer konnten wir uns das Geschöpf nicht angucken, da die andern schon zwischen den Bäumen verschwunden waren wir uns nicht unbedingt verlaufen wollten. Beim Warten hatte unser Fremdenführer rote Beeren von einem Baum gesammelt und uns erzählt, dass man sie essen könne -wenn man ein bisschen Bauchschmerzen in kauf nimmt. Das taten wir natürlich gerne, denn wir sind alle der Meinung, man muss alles mal probiert haben. An den Folgen sind wir schliesslich nicht gestorben. 

Wir kamen an einen Ausguck und danach fing endlich eine Landschaft, die nicht so angepflanzt wirkte. Wir dachten aber eher, wir würden soeine Langschaft eher in Afrika finden. Denn irgendwie sah das alles ein bisschen nach Savanne aus. Nur ein bisschen grüner. Und dann kamen wir in einen Wald. Der war so grün und "nass", dass man in jedem kleinen, moosbewachsenen Loch einen Zwerg oder eine andere Gestalt dieser Art erwartete. Irgendwie fielen wir Mädels zurück, weil wir an jeder Ecke ein Foto machen mussten. 

 

Irina schaffte es schließlich ein bisschen schneller voran zu kommen, was wir irgendwie nicht mitbekamen. So fingen die Kommentare über die Leute, die von Trauco geholt wurden, an. Wir sahen auch Gott sei Dank nur einen Blutegel -der dafür aber unglaublich ausgehungert aussah (er machte den Pflundern konkurenz). Und ich war immer dabei, ein paar Stabheuschrecken zu entdecken. Doch wenn die nicht wollen, dass man sie sieht, dann hat man Pech gehabt.

Wir liefen zurück zum Busschen und fuhren zum Strand um den Pazifik ein bisschen anzugucken. Auf dem Weg zum Strand war alles voller Pflanzen, die irgendwie mit Rhababer verwandt waren und Früchte trugen, die so aussahen, als ob man sie rauchen könnte. Es stand (anfangs!) auch eine Kuh einsam am Straßenrand. doch als wir über die erste Düne gingen, entdeckten wir noch eine einsame Kuh..und noch eine! Okay, wir fanden es lustig, dass überall einzelne Kühe umherstanden. Nach den Dünen war noch ziemlich viel Sand, bis wir endlich ans Meer kamen. Maurice und ich schafften es auch beim ersten Anlauf nicht, anzukommen, da wir unterwegs viele weiße Muscheln fanden, mit denen wir ja erstmal Bilder legen mussten! Als die Gruppe schon wieder am zurückgehen war, fiel auch uns ein, dass wir ja ans Wasser wollten. Also rannten wir, was das Zeug hielt und da es eh so windig war, fingen wir noch an zu schreien, wie sehr wir doch das Meer lieben. 

Auf dem Rückweg hielten wir mit unserem Busschen noch in einem "Café" an. Dieses Café war ein Privathaus, in dem sich die Hausfrau etwas dazuverdiente, indem sie mit Pulverkaffee und selbstgebackenen Kuchen die Gäste verköstigte. Dort setzten wir einen Franzosen mit zu uns an den Tisch, weil er immer so alleine in der Gegend rumsaß und eher unser Alter war, als im Alter der anderen der Reisegruppe (er war Student). Jeder packte den Rest seines Französisch aus, den er noch hatte. Es war echt traurig, wenn man bedenkt, dass wir etliche Jahre diese Sprache gelernt hatten. 

Zuhause räumten wir auf, Hannes und ich gingen zweimal einkaufen (beim ersten Mal hatten wir vor lauter singen und über Politik und Geschichte diskutieren die Hälfte vergessen)) und dann machten Oskar und Hannes ein paar Pfannkuchen, die auch echt gut schmeckten. Sie belegten sie mit Bananen, Äpfeln und schmolzen Schockolade, die sie draufschmierten. Also futterten wir unsre Pfannkuchen (die ja sagra mit Ei waren...meine Gastmutter meint, man braucht doch kein Ei dafür...) und tranken ein Bierchen und so. Oskar kam irgenwann mit der Babykatze ins Haus und so süß wie die war, kann man ihr ja nicht den Zutritt verweigern. Nachdem wir sie hinter dem Sofa hervorgefischt hatten, setzten wir sie irgendwann (natüerlich erst nachdem jeder sie einmal auf dem Arm gehabt hatte!) vor die Tür und gingen schlafen. Oskar und Hannes kündigten -wie auch schon am Tag zuvor- an, am Morgen um 6 aufzustehen und joggen  zu gehen. Das setzten sie dann auch um -was die Neuerung war.

Aber der 4 Tag kommt dann, wenn ich wieder in Santiago bin. Denn jetzt, seit wir im Süden waren, wollten wir natürlich aucheinmal in den Norden! Und so fliegen wir morgen in die Atakamawüste. Kennt ihr diese Bilder, in der eine rote Wüste bei Nacht und den Mond zwischen den Bergen sieht? Das ist die Atakamawüste. aber da fahren wir leider nicht hin...eine Sache, über die nicht nur ich mich aufrege, sondern meine ganze Familie. Aber davon erzähle ich dann... 

Zu den Fragen von Alice: Das mit den LKs ist immernoch so ;-) -aber in Chile eben nicht..chilenischer Rotwein...jaaa...der ist gut! -und das sage ich, die eigentlich in Rotwein eher wählerisch ist! Aber die machen auch mit dem Wein ganz komische Sachen!!! Zum Beispiel hat Jano in Chillan Rotwein mit getostetem Mehl gemischt. Ich muss auch ganz ehrlich sagen: wenn man es als eigenes Getränk betrachtet, ist es gar nicht mal soooooooooo schlecht. Das Problem ist nur, dass das Mehl einen übel zum Husten verleitet. Wo ich grade dabei bin...ich hab' nochetwas interessantes in Chillan probiert: eine Art Kirschlikör. Das Zeug hat unglaublich viel Alkohol (das wird mit "Aguadiente" -etwas, das 60% hat und ungenießbar ist), was man aber dank des Zuckergehalts überhaupt nicht merkt. Erst später. Da hatte die ganze Familie ihren Spaß -denn wem macht es nicht Spaß, die Ausländer  landestypische Getränke probieren zu lassen und dann die Folgen zu beobachten?? ;-)

Muchos saludos!

Tag 3 -Chiloé

Sonntag, 06.05.2012

Am nächsten Morgen stellten wir nach dem Frühstück fest, dass das mit dem "Haus sauberhalten, damit wir nachher nicht so viel zu putzen haben" nicht ganz so gut funktioniert hatte. Zwar hatten sich alle daran gehalten, die Schuhe an der Tür auszuziehen (das macht man ja hier in Chile nicht und ärgert sich dann, dass man so oft putzen muss!), aber das halbe Abendessen lag auf dem Boden rum. Doch dafür blieb keine Zeit, obwohl der Chef schon so freundlich gewesen war und uns den Tourbus vorbeischickte, sodass wir nicht pünktlich in der Stadt sein mussten, sondern abgeholt wurden.

Wir fuhren also mit noch ein paar anderen Turisten los und guckten uns gleich zu Anfang eine dieser tollen Holzkirchen an. Von außen war sie viel schöner als die Kirche in Castro und auch generell eine der schönsten Kirchen, die ich bis jetzt gesehen habe (von außen..weil sie so einfach ist). 

  (Okay, auf dem Foto sieht sie jetzt nicht sooo toll aus...aber es war so schönes englisches Wetter dabei!!)

Ich guckte sie mir von innen (da war die in Castro schöner!) genau an und musste feststellen, dass es wenig Symbolik gab (darauf machte mich Maurice aufmerksam..)  und dass die Figuren in einem Stil gemacht waren, den ich niemals gesehen hatte. Nach einer Runde meinte unser Fremdenführer, wir könnten ja auch mal in den Glockenturm hochsteigen. Das liessen wir uns ja nicht zweimal sagen und so gings ab nach oben. Mit zunehmender Höhe nahm die Zahl der Personen ab und so kamen nur Oskar, Hannes und ich gnaz oben an. Es war auch besser so, da die Kirche ja nur aus Holz bestand und deswegen im Wind auch ein bisschen (viel) schaukelte.

Wieder draußen gingen wir an den Rand einer der Seen und liessen uns von den Muschelbänken erzählen. Auf dem Boden fanden wir komische, napfmuschelähnliche Dinge. Beim längeren Betrachten stellten wir fest, dass sich innnen etwas bewegt. irgendwann kamen...ja...was kam da eigentlich raus? Irgendetwas jedenfalls! Daraus wiederrum kam eine Art Fühler...es war schon ein komisches Geschöpf. 

Dann ging es weiter. Im nächsten Dorf guckten wir uns als erstes wieder die Kirche an (ja, es kommt halt dazu, dass die Kirchen von Chiloe weltbekannt sind!). Diese war auch ganz hübsch, besonders nett fand ich den Sternenhimmel an der Decke. Auch sehr süß waren die Beichtstühle. Das waren kleine, fachwerkhausähnliche Häusschen, die zwischen Padre Pio (von dem sieht man in Europa auch nur ganz selten Statuen!) und einem "Kreuzwegaltar" standen.

Danach gingen wir ein Stück weiter durch das Dorf, das auch wirklich...das kann man nicht beschreiben...die Fotos sehen total langweilig aus. Es gab total heruntergekommene Häuser, ein paar bunte und ein paar, die irgendwo mittendrin standen und man mit einer Leiter ins Haus klettern musste, da es an einem steilen Hügel hing. Es war eben ein Dorf mit Carakter. Wir gingen auch auf einen "Markt" auf dem es typische Dinge von Chiloe zu kaufen gab (Markt ist deshalb in Anführungszeichen, da es in einem Haus und nicht so voll von Verkäufern war wie sonst). Wir (Maurice, Hannes und ich) probierten alle Arten von Mützen auf, was sehr lustig war, weil keinem von uns Mützen stehen und deswegen niemals etwas wie "Die steht dir gut" oder so sagen konnten. Und dann..naja...es gibt eine leckere typische Sache von Chiloe... den "Licor de Oro" (Goldlikör) und auch andere Liköre. Auch wenn es 12 Uhr morgens war konnten wir doch nicht nein sagen, wenn man uns anbot, ein bisschen zu probieren! Und ausserdem mussten wir ja den besten finden, um ihn jemandem mitzubringen! Es waren auch mehrere Verkäufer (das Zeug ist natürlich hausgemacht), die mehrere Liköre verkauften. So tranken wir Gold-, Erdbeer-, Himbeer-, Kirsch- und noch mehr Liköre. Wir verließen dieses Haus dann mit einem Likör in der Hand und ein paar (ganz!) Kurzen im Bauch.

Es fing langsam an zu regnen und als wir das nächste Mal aus dem Busschen stiegen gingen schon nicht mehr alle mit. Es gab auch nicht so viel zu sehen, lediglich eine Brücke, die relativ weit in den See reinragte und auf der uns ein hübscher Dalmatiner begleitete. Auf dem Rückweg fanden wir eine halbvolle Flasche Rum -da hatte wohl jemand versucht, sich zu wärmen! Ausserdem hatten Maurice, Hannes und ich eine nette Diskussion über Religionen und ihre Anhänger, da zum Beispiel der Gastbruder sehr katholisch ist. Leider nicht als "Anhänger Jesu" sondern als "Anhänger des Papstes".

UND DANN...gab es endlich Mittagessen :) aber davon ein andermal.

Wir kommen nämlich grade auf Chillan, da die Uroma im Sterben liegt. Wie alt sie ist weiss leider keiner und sie hat es Aufgrund von Alzheimer leider auch vergessen. Aber sie ist teilweise noch sehr lustig drauf und hat sich sogar einmal daran erinnert, dass ich im Sommer auch da war. Aber von diesem netten Wochenende erzähle ich auch ein andermal.

Aber eine andere Sache: Am Donnerstag hatte ich für den Führerschein eine Vorprüfung. Denn bevor die von der Fahrschule die Leute zur Stadt schicken (dort nehmen die einem die Prüfung ab), muss man alle drei Prüfungen bei der Fahrschule machen. Die erste, die, bei der Reaktion, Sehen, usw. getestet werden hatte ich schon vor zwei Wochen ohne Fehler und mit "sehr gut" bestanden. Die praktische Prüfung war das, wovor ich am meisten bammel hatte, weil ich angst hatte, dass diese Fahrlehrerin mich völlig verrückt mache und ich -so wie es mir schon einmal passiert ist!- Kupplung und Gas gleichzeitig betätige. Das war Gott sei Dank nicht so und auch hier bin ich mit "sehr gut" rausgegangen. Die Theorieprüfung hatte ich in einer Viertel Stunde abgehakt, ich hatte mir ja die Aufgaben einmal angeguckt (okay, jede nur einmal und dass neben einem Lehrer, der will, dass ich zuhöre und Leute, die irgendeinen Quatsch machen, aber egal), aber da teilweise so lustige Aufgaben wie

Sie wollen rechts abbiegen, aber rechts neben Ihnen fährt ein Fahrradfahrer, was machen Sie?

a) Ich überhole schnell und biege dann ab.

b) Ich hupe, überhole schnell und biege dann ab.

c) Ich bleibe hinter dem Fahrradfahrer und biege hinter ihm ab.

d) Ich warte, bis der Fahrradfahrer an der Kreuzung ist und überfahre ihn dann.

dabei waren, kam ich auch hier nur mit einem Fehler weg. Jacque wäre durchgefallen, aber außer uns war nur noch eine andere Frau, die die Prüfung machte, im Raum und der war es relativ egal, ob ich Jaque nun die Lösungen sagte oder nicht. Jetzt will ich noch schnell Rollerfahren lernen, denn Roller und Motorradführerschein sind hier der gleiche und das ist noch billiger als der Autoführerschein. (Wir haben überlegt, dass es selbst billiger ist, hierher zu fliegen und den Führerschein hier zu machen, als ihn in Deutschland zu machen.)

Ja, und damit wir das auch noch ordentlich lernen, sind letzte Woche JAcque und ich jeder einmal zur Schule gefahren. morgens um 8 Uhr, wenn alles zur Arbeit fährt. Ich bin einmal über eine "dunkegelbe" Ampel gefahren, weil alle im Auto der Meinung waren, das schaffe ich noch. Danach kommt eine dreispurige Strasse, von welcher wir immer nach links in eine kleine abbiegen, da dort eigentlich niemand anderes fährt. Ja...und ich bin langsam gerollt, um die Autos vorbeizulassen und dachte, ich schaffe es aber noch, im zweiten Gang weiterzufahren. Das Auto war aber anderer Meinung und so "hoppelten" wir über diese dreispurige Strasse. Wäre ja alles kein Ding gewesen, wenn nicht von rechts ein Auto gekommen wäre. Jano und Jacque auf der Rückbang krallten sich aneinander, mein Gastvater war auch etwas verkrampft und ich saß am Steuer und war der Meinung: "DAS SCHAFFEN WIR!!!!". (Dieses Bild stellt ihr euch bitte mal vor!) Am Ende kamen wir auch gut an, aber Jacque meinte, das war die längste Kurve ihres Lebens. 

Zu den Fragen: Ja, richtig geraten, Alice, man hat alle Fächer ganz normal und nimmt dann dazu noch die LKs. Und ja, wir Messdiener Eppersthausen sammeln Weihrauch von überall auf der Welt. Also egal, wohin ihr kommt (auch auf Deutschland!) bringt uns Weihrauch mit!!! (bitte mit dem Namen der Kirche und des Ortes, von dem er ist ;-) )

Also dann: gute Nacht!

p.s.: die Uroma lebt noch.

Tag 2 der Reise in den Süden -Chiloé!

Dienstag, 01.05.2012

Ersteinmal: ICH HAB' MEINEN PC WIEDER!!!!! So, jetzt bin ich glücklich. Allerding muesst ihr mir ein bisschen nachsehen, dass ich mich jetyt wahrscheinlich noch öfter vertippen werde. Den Tippfehler beim letzten Eintrag habe ich extra nicht verbessert, dass ihr auch noch euern Spass habt ;-)

Um das mit dem "um 4 Uhr mit der Erkundung des Ortes fertig sein" nocheinmal zu erklaeren: Wir machten die Planung des Tages beispielsweise so: "Also wir stehen früh auf.." - "Ja, wir muessen definitiv früh aufstehen!!" - "...und dann gehen wir da in den Park, machen dort eine Tour mit und...muessten dann so um 4 Uhr damit fertig sein. Dann haben wir ja noch Zeit, in die naechste Stadt zu fahren." So stellten wir ein ziemlich straffes Programm auf und waren aber der Meinung, dies mit "deutscher Disziplin" zu schaffen. Das resultat werdet ihr die naechste Zeit lesen. Aber es lag echt nicht ganz so oft nur an uns.

Wie auch immer. Am Montag, dem 16.4. standen wir um 7 schon putzmunter auf dem Bussbahnhof in Puerto Montt. Dort in der Naehe ist der Hafen für die Überfahrt nach Chiloe. Ganz ungewohnt waren die Raucher in der Unterzahl und der Rest stieg nur aus um...ja, warum eigentlich? Denn draußen war es kalt -ja, soetwas passiert einem nur auf der Südhalbkugel: dass es kälter wird, je weiter man in den Süden fährt!

Ja, dann kam "bald" die Überfahrt auf die Insel. Es war ungemütlich windig und kalt -doch die Kreidefelsen fehlten! Dafuer wurden wir schon von ein paar Palafitos begrüßt. Dies ist nicht etwa die Inseleigene Pinguinkolonie, sondern die hübschen kleinen Häusschen, die auf Holzpfählen im Wasser stehen. Doch als wir dann aufs Land kamen, wussten wir, warum die Fahrt so lange (16 Stunden) gedauert hatte: die hatten uns gleich nach Deutschland gefahren! Es regnete ein bisschen und die Landschaft war schon sehr Odenwaldähnlich. Wir kamen in Castro an und mussten uns ein Café suchen, was in Chile weitaus schwieriger ist, als in Deutschland. Dort gab es dann ein paar Meinungsverschiedenheiten über die Reiseplanung. Auf der einen Seite die beiden, die sich die Mühe gemacht hatten, eine Richtlinie (es war ja keineswegs verbindlich gedacht) zu schreiben, auf der anderen Seite zwei, die es gerne etwas gechillter angehen lassen wollten und daneben zwei, die nur "Ja" und "Amen" sagten. Wir bezahlten unseren Kaffe mit einem Haufen Kleingeld und gingen eine Turisteninformation suchen. Erst fragten wir in einem Arufbüro (ich habe keine Ahung, was die da machen...nach einem Callcenter sah es nicht aus!! -das waere sonst SEHR armselig!) aber als die etwas überrumpelte Dame uns ein paar Strassen weiter schickte, fanden wir das, was wir suchten: Fahrten in den Nationalpark von Chiloé. Außerdem gab es Fahrten zu der Kolonie von Humboldpinguinen (die, die man im Luisenpark in Mannheim nicht an der Leine ausführen darf..) und wir fragten natürlich nach. Ich hatte schon auf dem Hinweg alle Leute, die mir über den Weg gelaufen waren, danach gefragt, doch immer nur die Antworterhalten, dass es nur ganz im Süden Pinguine gäbe. Ich hatte jedoch in Wikipedia gelesen, dass es die auch im Norden Chiloes gab und so gab ich nicht auf. Erst als die Dame der Turiinfo mir sagte, dass diese nur von September bis mitte März auf der Insel seinen. So buchten wir die Fahrt in den Nationalpark und fingen an, uns eine Unterkunft zu suchen. Die Frau im ersten Büro hatte uns ein paar Standpunkte von Caba~nas (Ferienhäusschen) gezeigt und so liefen wir die Staße hoch und runter und fanden aber keines für 6 Personen. Dann kam ein Mann in einem Busschen an und meinte, er würde uns mitnehmen. Wir standen etwas perplex auf der Straße rum, weil wir nicht wussten, was wir davon halten sollten: unsre Eltern hatten uns ja immer verboten, yu fremden ins Auto zu steigen! Doch er erklärte, dass ihm die Firma gehörte, bei der wir den Ausflug in den Park gebucht hatten und dass er uns zu einem Freund bringen würde, der tolle Caba~nas habe. Wir stiegen also ein und er fuhr los. Wir fuhren ziemlich lange und waren schon aus Castro (die Stadt, in der wir angekommen waren -und eigentlich auch bleiben wollten!) draußen und wir Mädels (okay, nur Lili und ich) bekamen schon angst, dass er uns doch abschleppen wollte. Doch dann kamen wir wirklich bei ein paar Ferienhäusern an und waren begeistert: neue, große, saubere Caba~nas zu einem Preis von 15€ pro Person -für zwei Nächte! Wir bezahlten gleich, liessen alles stehen und liegen und liessen uns von dem Mann wieder in die Stadt fahren. Auf dem Weg hielten wir an und machten Fotos von den Palafitos. Und wir hatten sogar unseren eigenen Fotografen dabei :D

Der fuhr uns auch gleich zum "Mercado Artesanal" -dem Markt, auf dem "selbstgemachte" Dinge verkauft werden. Wir hatten unseren Spaß zum Beispiel beim Aufprobieren der Mützen (wir -Hannes, Maurice und ich- sahen unglaublich bescheuert aus..), dann entdeckten wir die "Fabrik": eine Halle, in der ein paar Frauen saßen und die Mützen, Jacken, Strümpfe und eben alles, was man so stricken kann, herstellten. Mit erleichtertem Geldbeutel ging es dann in das vom Chef empfohlene Restaurant. Das Essen war lecker und wir aßen größtenteils Fisch. Hannes und ich wollten ja eigentlich die Seeigel probieren, die auf der Karte standen, doch die waren außer Haus. Das Restaurant war auch so ein Palafito und im nachhinein waren wir schon froh, dass wir keine Palafito-Caba~na gesucht hatten. Der Boden schien immer ein bisschen zu schaukeln, was aber nur daran lag, dass man im Augenwinkel immmer ein Fenster sah und dann natürlich auch nur Wasser unter einem vermutete. Danach liefen wir wieder in die Stadtmitte (immer schön den Berg hoch!) um uns dort von...ja, ich erinnere mich leider nicht mehr, wer das war, aber die Leuchte hatte uns den Tipp gegeben, in einer anderen Richtung ans Ufer zu fahren. Dort gäbe es eine schöne Kirche und ein Museum und generell sollte dort alles sehr schön sein.

Ach, das vergaß ich: Ich hatte ja vorher schon immer alle möglichen Leute ausgefragt, was ich denn im Süden sehen sollte. Diese Leute gerieten dann immer ins schwärmen. Also fragte ich genauer nach: "Und was kann ich mir dort angucken?" Die Antwort war meistens "Den See, die Berge, .." oder ein "Es ist eben sehr schön dort!" Also war es im Prinzip eine Art Gartenschau in groß. Auch beim Vorstellen unseres Programmes kam öfter die Frage: "Und was gucken wir uns dort an?" Und stets kam die Antwort: "Uns haben viele Leute gesagt, dort sei es sehr schön." -also machten wir echt eine sehr schöne Fahrt!

Doch dann kamen wir an dem besagten Platz an, es regnete, war kalt, alles war zu und weit und breit war keine Kirche in Sicht. So standen wir da, beobachteten einen Streuner mit Rastalocken und waren uns einig: Man hatte uns böse verarscht.

Also warteten wir auf einen Bus, der uns zurückbringen würde und guckten uns dann das Zentrum an. Irina und Lili gingen Schuhe kaufen, Oskar ging in ein Museum und fand dort auch gleich einen neuen Freund und ich ging mit Hannes und Maurice in die berühmte Kirche. Von außen sah sie nicht so berühmt aus -sie hatte eine blechverkleidung, an der schon die Farbe abbröckelte, weswegen man sah, dass sie vorher einmal lila und unten drunter schon rostig war. Doch dann gingen wir rein und bekamen ein ganz neues Bild. Eine Kirche nur aus Holz gebaut.  (Sorry, dass das etwas verwackelt ist...aber wenn ihr mal "iglesia san francisco castro" googlet, kommen Bilder von außen und auch von innen)

Ich habe mir natürlich alles einmal genauer angeguckt und dann etwas Weihrauch für unsre Sammlung geholt. In der Sakristei waren auch noch ein paar "Fanz von Asissi"-Figuren (er ist der Schutzpatron dieser Kirche, was ich persönlich irgendwie cool fand, da es perfekt zusammenpasste) und ein gekreuzigter Jesus, wie er in Kirchberg hängt (ich höre die Messdiener bis hier her "Ohhh!!!" seufzen...). Als ich wieder raus kam, war Hannes grade dabei, mich suchen zu gehen. Ich erklärte den beiden Jungs ein bisschen etwas von der Symbolik und Maurice war sehr begeistert mit dabei. 

 

Draußen traffen wir Irina und Lili und sahen auch Oskar kurz mit seinem neuen Freund vorbeilaufen. Als er wiederkam gingen wir ein bisschen etwas fuers Abendessen einkaufen (Nudeln mit Tomatensoße, was sonst??) und fuhren dann nach Hause.

Dort wurde ersteinmal ausgepackt und dank Oskar wurde alles schön in den Kühlschrank geräumt. Bis wir den Pulversaft gefunden hatten! Dann machten wir uns ans Kochen, wobei Hannes und ich viel Spaß hatten. Irina war schon vorher von Oskar zur Obermutter ernannt worden, woraufhin ich zur Untermutter und er zum Vater wurde. Maurice wurde an die Spüle gestellt, wodurch er gleich verallgemeintert den Titel "Putzfrau" bekam. Lili war das "Haustier", da sie zum rauchen vor die Tür geschickt wurde und dort dann saß wie ein Hund, denn man ausgesperrt hatte. Bevor wir wirklich anfingen, gingen wir den Caba~nabesitzer noch nach einer Matratze fragen -das Häusschen war nur für 5 Personen uns wir hatten schnell beschlossen, dass ein Junge auf der Couch oder einer Matraze schlafen konnte -weswegen die anderen beiden Jungs sich ein Ehebett teilten und wir Mädels so jeder ein Bett für sich hatten. Jedenfalls waren wir von der kleinen Katze des Nachbarn begeistert (eine kleine, 4-monatige Katze!!).

Ja und dann wurde gekocht. Die Nudeln durften wir weder mit Salz kochen, noch abschrecken. Und die Tomatensoße..naja, es war Fertigsoße, die wir versuchten, zu verbessern. Hannes bekam den Salzstreuer und ich den Pulverknoblauch -von dem nichteinmal der Hersteller wusste, ob er aus Chile oder Chinawar!!- in die Hand. Unter viel Gelächter wurde nach Lust und Laune ein bisschen von beidem hineingekippt. 

Als es dann ums Essen ging war das Gelächter noch größer. Aber nicht etwa, weil wir so erfreut waren, dass es so gut schmeckte -weit gefehlt. Es schmeckte nicht wirklich gut -um es nett zu sagen. Aber das lag meiner Meinung daran, dass den Nudeln Salz fehlte und wir sie nicht in Löffeln sondern in Würfeln verteilten und die Soße...naja, Hannes und ich haben eben mehr gelacht als gekocht und ZU VIELE KÖCHE VERDERBEN DEN BREI!! Also wurde -abgesehen von den Witzen, die wir über schlechtes Essen rissen- noch über dies und das geredet. Zum Beispiel, dass wir uns ja als Studenten ausgaben (falls wir mal in einen Pub wollten) und so alle Welt die deutschen Studenten wohl unmöglich finden mussten. So unmöglich waren wir gar nicht, wir waren nur etwas spontaner und offener als andere Deutsche.

Dann gningen wir viel zu früh schlafen -wir mussten ja am nächsten Morgen früh raus, wie unser Plan sagte ;-D

Hallo...kennt ihr mich noch?

Mittwoch, 25.04.2012

Ja, tut mir leid, ich hab  nur zur Zeit einfach keine Zeit.

Zum Beispiel war ich letzte Woche im Sueden. Und davon werde ich jetzt einfach mal erzaehlen.

Stop! Vorher kommt noch eine andere Sache...denn der Vater von Danilo ist gestern gestorben und heute war die Beerdigung. ICh war ja schon ein bisschen gespannt, wie das so ablaufen wuerde und muss auch sagen: interessant. Wir (Malela, Natalia, Jacque, Aranthza, Gaspar und ich) sind zum Friedhof gefahren, den ich am liebsten umbenannt haette. Das war ein Park, in dem es nur Steinplatten mit Namen und Geburts- und Sterbedatum drauf und Blumen, kleinen bunten Windraedern, Kuscheltieren oder anderes Spielzeug zum Grabschmuck dienten. Wir warteten ein bisschen und dann kam auch schon der Leichenwagen und die Autos, die diesem in der Stadt wild hupend hinterhergefahren waren, an. Die Blumen wurden vom Dach des Autos auf ein Waegelchen geladen, der Sarg ebenfalls und die Leute, die nicht laufen konnten oder wollten auf ein Caddy. Die restliche Trauergemeinde lief dem Sarg hinterher. Jetzt kommt es zu dem Grund, warum ich gerne den Namen "Friedhof" in etwas wie "Begraebnispark" umaendern wuerde: auf den Wegen fuhren Autos herum, Bagger, es gab einen Spielplatz, einen huebsch angelegten kleinen Garten, an dem ein Schild mit der Aufschrift: "Probieren sie einmal den Familiengarten aus!" (Okay, auf deutsch klingt das noch schlimmer) hing. Dann am Grab wurden ein paar nette Worte gesagt, ein Vater unser und ein Ave Maria gesprochen und dann wurde der Sarg mit der Zustimmung der Angehoerigen hinuntergelassen. Und danach hat man sich noch umarmt und kein Beileid ausgesprochen (!!) und es gab weder Weihwasser, noch Erde, noch hat man sich von dem Toten verabschiedet. Es gab ja auch keinen Pfarrer, keine Messdiener, kein Kreuz, kein gar nicht. Ja, ich kam auch schon auf die Idee, dass sie gar nichts mit der Kirche anzufangen wissen. Aber dann erklaer mir bitte mal einer, warum er vorher in der Kirche aufgebahrt war und es wohl vor dem Friedhof eine Messe gab... naja, wie auch immer...es ist schon fast trauriger zu sehen, wie jemand einen so unschoenen Abschied bekommt, als der Abschied selbst...Oh, ich vergass. Nachdem der Sarg in die Erde gelassen wurde, wurde der mp3-Player ausgeschaltet und die Boxen wieder schoen in die Kisten gepackt. Kein Requierm, kein  Kuchenessen. Und das nennt sich katholisch! 

Wie auch immer, ich fange jetzt mal mit der Fahrt in den Sueden an.

Am Sonntag, dem 15.4. ging es los. Um 18.30 ging der Bus und dank Irinas Familie , die uns gesagt hatte, wir waeren ca. 45 Minuten unterwegs, kamen wir auch noch puenktlich. Denn Jacque und meine Gastmutter waren das erste Mal in Sachen "Wie lange braucht man wohin" gleicher Meinung: 20 Minuten. Da musste doch was falsch sein! Wir kamen dort aus der Metro-Station und standen mitten im Nichts. Durch "die Aelteren Menschen, die so aussehen, als ob sie sich hier auskennen wuerden"-fragen kamen wir auch schliesslich ans Ziel. Dort waren schon alle ausser Hannes, der noch in der Metro-Station herumirrte. Als wir dann alle beisammen waren wurde noch ein Bild gemacht und dann ging es los. Wir hoerten ein bisschen Musik, assen Kekse uns Chips und der Fahrkartenkontrolleur setzte uns ersteinmal auf unsre richtigen Plaetze, da wir der Meinung gewesen waren, wir koennten uns ja breit machen -haetten wir ja auch, wenn keiner mehr zugestiegen waere... Etwas spaeter fingen Irina und ich -wir waren so mehr oder weniger die einzigen, die sich ein paar Gedanken darueber gemacht hatten, was wir denn sehen wollten- an, einen Plan zu schreiben. Wir hatten verschiedene Leute befragt und so auch mehr oder weniger brauchbare Stichpunkte (die Geschichte vom Geburtstag und warum mein Stichpunktzettel am Ende mit Wein bespritzt war, kommt ein andermal). Wir waren der Meinung, wir koennten 5 Orte in 6 Tage abklappern und nach unseren Berechnungen mussten wir um 4 Uhr mit der Erkundung dieses Ortes fertig sein. Um 11 Uhr waren wir dann noch die einzigen, die noch geredet haben (das passierte oefter) und so versuchten wir dann zu schlafen.

Damit weiterhin keine Verwirrung herrscht: ich bin jetzt doch noch nicht bei der Tanschschule, ich wollte erst die Sache mit der Fahrschule erledigen. Der theoretische Teil war kein Problem -ich hab ja auch noch nicht die Pruefung machen muessen. Der praktische Teil eigentlich auch nicht...abgesehen davon, dass es definitiv dezent suboptimal ist, dass ich in der Gossstadt das erste Mal ein Auto mit Kuplung fahre. Da wuergt man das Auto schon das ein oder andere Mal ab. Zum Beispiel wenn man an der Ampel steht und hinter einem ewig viele Autos. Da will man natuerlich schnell losfahren und dann sagt das Auto einfach Nein! ..und dann fangen die Autos auch noch an zu hupen. Und dan diese Fahrlehrerin, die einen auch noch stresst. Zwar nicht in solchen Situationen sodern sie schafft das in ganz anderen Situationen. Wie auch immmer...

CIh wollte noch kurz von der Schule und den neuen Lehrern erzaehlen. Wir haben ja fast nur neue Lehrer, weil die jedes Jahr die Schule wechseln. Die Geschichtslehrerin ist eigentlich ganz okay. Die Biolehrerin auch. Sie stellt alles sehr bildhaft dar, was teilweise sehr lustig ist, da man bestimmte Dinge auch anders verstehen kann. Als die das erste Mal in den Klassenraum kam dachte ich mir: "Woher kenn ich die??". Bis die Jungs "Michelle!" Durch die Gegend riefen. Das ist ein brasilianische Model, das hier in einer Reality dabei ist. Die haben wir in Chillan imer geguckt..und ich sage euch...in Deutschlad haette ich mir soeinen Mist niemals angeguckt!!! Aber inzwischen kann ich mich diesem Niveau einigermassen anpassen und sogar ueber die Simpsons lachen. Zurueck zu den Lehrern. In Sport haben wir eigentlich ganz gute Lehrer. Es sind ja immer eine Frau und ein Mann, daman oft getrennt Sportunterricht macht. Bei denen aber nur ganz selten, zum Beispiel neulich. Die einen haben irgendetwas gespielt (ich hab es leider nicht mitbekommen) und die anderen Fussball. Wir waren beim Fussball 7 Maedchen und 2 Jungs. Ich war in der 4er Mannschaft, aber wir haben trotzdem gewonnen. denn 3 standen im Tor und ich war dafuer zustaendig, dem Gegner den Ball abzunehmen, nach vorne zu laufen und dann ein Tor zu schiessen. Das war eine gar nicht so schlechte Taktik, muss ich sagen! Die zwei Praktikanten standen am Rand und haben die Muender nicht mehr zugekriegt. In Spanisch haben wir eine Frau, die schon seit 40 Jahren an der Schule ist und die die letzten Jahre keinen Unterricht gemacht hat und wir sind jetzt die einzigen, die die unglaublich langweiligen Stunden ertragen muessen...an die Harry-Potter-Kenner: sie erinnert mich an Professor Binns! Dann haben wir neu Philosophie dazubekommen. Der Lehrer sieht aus wie Mr. Bean und gestikuliert gerne, was Conni so schoen nachmacht, dass wir bei einer netten Runde am Abend alle lachend und nach Lust ringend auf dem Tisch lagen. In Englsich hatten wir erst eine andere, die wohl auch letztes Jahr unterrichtet hatte -bis ich kam. Aber diese Frau finde ich noch schlimmer. Wenn sie mit mir redet, schmeisst sie mit Begriffen um sich, die ich noch nie gehoert habe und wenn ich drei Mal nachfrage, sagt sie endlich ein ganz normales Wort, das in jeden englischen Grundwortschatz gehoert. In Chemie haben wie eine sehr interessante Lehrerin. Ich dachte erst: Oh mein Gott, Chemie bei einer Hausfrau, ich werde dieses Jahr nichts lernen. Aber das lustige ist: sie hat echt keine Ahnung von Mathe, Physik oder Logik. Aber Chemie kann sie unglaublich gut erklaeren! Im Gegensatz zum Chemie-LK-Lehrer. Den haben wir auch in Physik und Physik-LK und er ist unglaublich schlecht. Die Schultern haengen kurz ueber em Boden und er redet sehr leise. Deshalb sitze ich in Chemie in der letzten Reihe, unterhalte mich gut mit den Jungs, schreibe die Aufgaben ab und schreibe das hin, was ich denke. Dafuer bekomme ich eine 7.0 (beste Note) und wenn etwas falsch war, dann sage ich, ich habe das aufgrund der Sprache nicht verstanden.  Und am Ende bekomme ich dann wieder die 7.0 . In Physik und Physik-LK ist es das gleiche, nur dass hinzukommt, dass ich ihn das ein oder andere Mal auf seine Fehler aufmerksam mache. In Kunst haben wir die gleiche wie letztes Mal. Wir zeichen zur Zeit Plaene. Nachdem ich ersteinmal einen Schock bekommen habe, weil man hier wohl echt ueberall 15er Waende ohne Daemmung als Aussenwaende macht, habe ich auch noch falsch gezeichnet. So die Lehrerin. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Eltern -die das anders machen- das eher wissen, als unsre Kunstlehrerin...naja. Und zu guter letzt unser Mathelehrer. Es ist ja ein wirklich guter Lehrer, einer, der die ganze Zeit Unterricht macht, dann in der Doppelstunde 5 Minuten Pause gibt und dann auch zuegig weitermacht. Und er kann gut erklaeren. Zudem ist er auch sehr lustig -fand ich am Anfang. Inzwischen nerven seine Witze nur noch. Da ich Klassenbeste bin, bin ich oft Teil dieser Witze -aber nicht ich bin das Opfer, nein, die ganze Klasse wird gedisst mit Dingen wie "Na, keiner konnte die Aufgaben loesen? Die einzige, die nicht zu bloed war, war Valerie!". In der Klasse nervt das, im Mathe-LK ist das aber Teilweise ganz lustig, da Nacho sch auch stets um eine gute Note bemueht...

Ja, das war es ersteinmal wieder...ich suche die Bilder, dann geht es weiter!

Muchos saludos!

Noch mehr Bilder und ein Tag voller lustiger Dinge

Freitag, 30.03.2012

Hallo mal wieder...ich habe es nicht geschafft, zu schreiben, weil... ... Ich hab's einfach nicht geschafft. Ich komme so kaputt von der Schule heim und dann ist es irgendwie auf einmal schon halb 10 und wir haben noch nicht gegessen. Und dann hab ich immernnoch so ein bisschen die Ferienschlafenszeiten drinne...wie das so ist ;-)

Ich hab' auch erstmal nur ein paar Bilder und die Beschreibung des letzten Sonntags...wie gefallen euch denn die Bilder besser? Klein und wenn man draufklickt gross oder gleich gross? Ersteres ist fuer mich natuerlich einfacher ;-) ..Egal..

Zwar nicht unbedingt aesthetisch...aber "Sand-Surfer" war wieder unterwegs ;-) (Geschichte folgt noch)

"Das Paradies" -der einzige Strand der Osterinsel (Das Kommentar von Oskar lasse ich an dieser Stelle weg.)

Wohin gehts als naechstes? Es sind ja nur ca. 9.000 km nach Sydney -zum Beispiel ;-)

Die einzige Kirche der insel -und katholisch! (aber von innen lang nicht so schoen, wie von aussen..)

Patricia hatte die Himmelfahrt..und ich liess mich zur Erde herab... ;-)

So einen Sonnenuntergang sieht man nur an einem Ort der Welt :)

Ein gesundes Fruehstueck fuer einen guten Start in den Tag...das gute Ende moechte niemand in Farben sehen... ;-)

Seit ich 5 war wollte ich diesen Stein sehen!

Das hatten wir bei den anderen total vergessen. das Sprungbild!

Nur nicht gruen werden...aber unter dieser Palme lagen wir den ganzen Tag. Leider habe ich grade da ein Foto gemacht, als es ein bissche bewoelkt war, aber man sieht doch trotzdem, dass es ein Traumstrand ist, wie man ihn sonst nur in Google-Bilder findet... ;-)

...und mit denen haben wir dann auch abends in der Disco getanzt...oder sind gefluechtet...

Wilkommen auf der Osterinsel! Wir bekamen natuerlich alle gleich eine Blumenkette um en Hals gehaengt und waren damit schon gluecklich. (Achso, das war doch der Tag nach Weihnachten, an dem alle zwischen zwei Stunden und gar nicht geschlafen haben.)

Und jetzt der lustige Tag. Das war letzten Sonntag. Ich bin ungewoehnlich frueh schon um 10 Uhr!) aufgestanden und grade als ich in der Dusche war, fragte Jano mich, ob ich mit ihm und Marisol gerne zu einer Kirche, die ungefaehr eine Stunde entfernt liegt, fahren will. Natuerlich wollte ich mit, denn die Alternative waere ja, den ganzen Tag mit meinen Gasteltern vor dem Fernseher zu sitzen. Wir fruehstueckten und nebenbei raeumten Malela und Luis die "Rumpelkammer" aus. Als alles draussen war, standen wir davor und guckten uns das Chaos an. Jeder sagte einmal: "Wie viel! Und wie viel Muell!" -nur ich laechelte. Es wurden alte Kassetten von Jano gefunden, die natuerlich gleich ausprobiert wurden, weswegen wir zum Fruehstueck dann Nirvana hoerten. Es war zwar keiner (mehr) Fan dieser Musik, aber es passte irgendwie. Dann guckte Malela ein paar alte Schulbuecher von Jano durch -und was entdeckte sie? Ein wunderschoenes Hanfblatt, das seit 12 Jahren zwischen den Seiten gepresst wurde. Ich wollte noch ein Foto machen, doch das vergass ich leider...und als wir am Nachmittag zurueck kamen, kam uns eine leicht lusitg-schlaefrige Tia Marbel entgegen und Zuhause sass ihre sich im gleichen Zustand befindende Schwester. Und das Blatt war weg. Die Entschuldigung: "Ich hatte das noch nie probiert und ich muss sagen, es war schoen trocken!" Wir mussten einfach nur noch lachen. Aber zurueck zu morgens.

Wir machten also Witze wie "Wir gehen jetzt in die Kirche, so wie jeden Sonntag!" und fuhren dann los. Unterwegs diskutierten wir ueber die Geschichte Chiles und wie alt Santiago ist und hatten unseren Spass. Natuerlich schafften wir es nicht mehr rechzeitig zur Messe, aber das war ja auch nicht das Ziel gewesen, wie sich dann herausstellte. Wir wollten eigentlich nur zu Segnung der Autos und so weiter fahren, die nach der Messe stattfand. Dafuer waren wir dann auch puenktlich und wir stellten uns zu vielen anderen Menschen in eine Kapelle. Dann hiess es: schraubt die Wasserflaschen auf und haltet sie und eure Autoschluessel in die Hoehe. Das haben wir brav gemacht und nach ein paar Vater Unser und Gegruesset Seist Du Maria kam dann auch der Pfarrer zur Segnung in die Gemeinde. Und ich muss sagen, so wie der gesegnet hat, das schafft nicht einmal unser Roeper in der Osternacht.

Dann wurden die Deckel wieder draufgeschraubt und wir gingen uns etwas zu trinken holen. Es war heiss (Marisol und ich waren der Meinung, man es fehlte auf dem schoenen Kirchenvorhof zwischen den Palmen ein Schwimmbad) und das Zeug, das wir uns gekauft hatten, war einfach nur suess und gefror einem das Hirn. Dann guckten wir uns die Kriche an, die zwar auch total neu, aber trotzdem sehr schoen war und gingen dann in die "Kypta". Dort liegt die "Santa Theresa de Jesus de los Andes" begraben. Ausserdem gab es zwei "Museen". In einem wurden die Habseligkeiten der Heiligen ausgestellt -vom Gewand bis zu den Schulbuechern, was auch leicht amuesant war- und im anderen verschiedene Jesus-Abbildungen aus der Kolonialzeit. Ich muss sagen, die waren schon sehr beeindruckend. Die Inderpretation der Bibel war auch...naja, wum Beispiel flossen dem Jesus am Kreuz Unmengen Blut aus allen Moeglichen Koerperoeffungen. Die Schuerfwunden waren denen sehr aehnlich, die der Erste-Hilfe-Kurs an der Aue immer sehr kuenstlerisch gestaltet und der Speerstich in die Seite hinterliess ein Loch. Aber nicht nur irgendein Loch, nein, der ganze Jesus war ausgehoehlt und auch innen voller Blut. Ich koennte hier nich ewig weiter beschreiben, aber das lasse ich lieber.

Auf dem Rueckweg habe ich Jano dann versucht zu erklaeren, dass wir Deutschen einfach mehr singen (=mitgroelen) als tanzen. Aber warum wir Dinge wie "Allee, Alle, Allee, Allee, Allee..." singen, versteht er bis heute nicht. Marisol schon und sie will das jetzt auch einmal erleben. Ich habe die beiden natuerlich schon zur Fastnacht eingeladen.

Auf dem Parkplatz liefen wir dann an einem komischen Stueck irgendetwas vorbei und guckten natuerlich, was es war. Bis Marisol anfing zu schreien: "Der arme Hund!!!" Da hatte jemand vor -eindeutig- laengerer Zeit einen Hund ueberfahren und der war jetzt nur noch ein Buendel Haare. Auf den Schreck mussten wir gegenueber ein paar frisch gepflueckte Avocados kaufen und nahmen auch noch eine Tuete total suesser, kernloser, saftig-gruener (na, Hunger?) Trauben mit. Die konnte ich natuerlich im Auto nicht ruhig neben mir stehen lassen und als wir in Santiago ankamen, war die Tuete definitiv nicht mehr voll. 

Wir kamen an einem Industrieviertel vorbei und da bei den ganzen Surfermarken jetzt Ausverkauf war, suchten wir einen Surfanzug fuer Daniela, die ganz begeistert von ihrem Bodyboard ist. Wir fanden zwar nicht, was wir suchten, dafuer mussten Marisol und ich uns trotzdem nocheinmal umgucken. Bei Maui fanden wir nicht schoenes, aber ich fand bei RipCurl genau die Badehose, die ich schon immer gesucht hatte. Noch dazu fuer 15 Euro und eben von RipCurl (eine der wenigen Marken, die auch Wert auf Qualitaet legen..). Ich bin natuerlich gleich in die Kabine gerannt -und habe die Hose bis zur Mitte der Oberschenkel hochziehen koennen. Weiter ging's nicht. ICh fand noch mehr schoene Sachen, aber groesse 34  kann ich vergessen...am Ende fand ich noch einen schoenen Bikini, der auch noch passte. Marisol fand auch einen Bikini und wir amuesierten uns praechtig in einem Geschaeft fuer "Arbeitsmode" (besonders, da Marisol so gar keine Puffaermel mag..)

Dann fuhern wir noch kurz bei Marisol Zuhause vorbei und sie holte sich frische Klamotten. Waerendessen erzaehlte ich Jano von Patricias und meinem "bei jedem Wettermit dem Fahrrad in die Schule fahren" und zum kroenenden Abschluss die Sache mit der Apokalypse. Dann fuhren wir nach Hause, Jano und Marisol guckten im Zimmer Fernsehn, ich sass im Wohnzimmer am PC, Malela buegelte und Luis goss den Rasen. Und dann fing die Erde an, sich zu bewegen. Ich guckte rum, ob irgendetwas runterfallen koennte, aber komischerweise bewegten sich nicht einmal die Bilder an der Wand. Wie das moeglich ist, weiss ich auch nicht, aber wie schon gesagt, selbst bei dem grossen Erdbeben 2010 (in Chillan Staerke 9,1°!!) war in diesem Haus nicht einmal ein Teller aus dem Schrank gefallen -und das, obwohl Luis sich an den Tuerklingen festhalten musste, um laufen zu koennen. Aber das erzaehle ich euch, wenn ich Zeit hab.. Jedenfalls war es ein Temblor und ich dachte noch: "Endlich kriege ich mal einen mit!" (Weil man in diesem Haus ja in der Nacht auch nicht aufwacht!). Aber dann hoerte es nicht auf und wurde nur staerker. Malela ging dann schoneinmal die Tuer aufmachen, dass wir zur Not schneller rauskaemen und holte Jano und Marisol aus dem Zimmer. Ich blieb halb fasziniert und halt erstarrt auf dem Sofa liegen -und dann war es auch schon vorbei.

Abends erzaehlte uns Jacque dann alles von Sebas Haus (wo sie ja den ganzen Tag verbracht hatte) in allen Einzelheiten -denn so hatte ja auch das Erdbeben 2010 angefangen. Noch dazu war sie (wie auch schon 2010) grade aus dem Bad gekommen. 

Am naechsten Tag war es natuerlich auch Thema in der Schule und man konnte Dinge wie "Ich konnte nicht lernen, wir hatten wegen des Temblors keinen Strom!" hoeren. Mittags guckten wir natuerlich gleich die Nachrrichten, um zu wissen, wo das EPI-Zentrum war und wie stark es dort gebebt hatte. Das Zentrum war in der Naehe von Chillan gewesen und 7,2° auf der Richtersakala stark. Das schaerfste aber waren die Bilder. Ich musste mich stark zusammenreissen, nicht zu lachen, da es einfach zu lustig aussah. Wie in einem Film fielen in den Supermaerkten alle Dinge aus dem Regal und loesten ein kleine Lawine aus. Verletzt wurde aber niemand. 

Ja, das war dieser lustige Tag...mein Bruder, seine Freundin und ich :D

Muchos saludos an alle!

Nur gaaaaaaaaaaaanz kurz..

Montag, 26.03.2012

...eine Beschwichtigung.

Hier in Santiago ist nichts passiert. Es gab zwar einen starken Temblor

(Temblor: schwaches Erdbeben; Terremoto: starkes Erdbeben -ab 7° auf der Richterskala..IN CHILE!! In Peru ist bei 5° ganz Lima zusammengefallen...)

von 5,8° in Santiago, aber das EPI-Zentrum war in der Naehe von Chillan und ungefaehr 7,2°. Und mal ganz abgesehen davon, im Haus meiner Familie passiert nichts. Beim "grossen Terremoto" vor zwei Jahren ist nicht einmal ein Teller aus dem Schrank gefallen. Weitere Ausfuehrungen kommen spaeter, ich gehe jetzt naemlich mal in der Tanzschule gucken, ob das was fuer micht waere...aber keine Angst, ich werde noch ausfuehlich beschreiben, wie die Sache mit dem Temblor war...das war naemich relativ lustig ;-)

P.S.: zu Beschwichtigung meiner Mama: ich habe mich schon bei der Fahrschule angemeldet, jetzt darf ich zur Tanzschule, hast du gesagt!!! (am 2.4. gehts los!!! :) )

Ein bisschen hier, ein bisschen da..

Samstag, 17.03.2012

Ja, ich stelle am besten ersteinmal den aktualisierten Stammbaum rein...

So, dann... die Zoepfchen. Ich habe jetzt zwar kein Foto davon, aber ich dachte, als ich damit das erste Mal in den Spiegel geguckt hab, mich guckt ein Ei an... 

Ja, und dann Gaspar... er ist ja einfach suess! Und er lacht die ganze Zeit nur...und besonders mit mir :) Aber immer wenn ich Fotos machen will, dann natuerlich nicht. Totzdem habe ich ein paar schoene :)

So...setzt ist er aber noch etwas aelter und ich habe grade ein sehr lustiges Bild gemacht: Luis, Danilo und Jano sitzen vor dem Fernseher und gucke Fussball (es ist Samstag) und Jano hat Gaspar auf dem Schoss und der guckt nauerlich auch. Jetzt haben wir ein Bild, auf dem der kleine schon die Bierdose anstatt dem Flaesschen bekommt. Leider streikt der USB-Anschluss wieder und deshalb kann ich es nicht gleich hochladen...

Aber von Brasilien habe ich auch noch was...

Die Iguacu-Faelle 

FERIEN AM STRAND!!!! :)

Und unser aller Lieblingsbild von Gaspar. Das war eines der ersten, die wir gemacht haben und hier habe wir das Modell "Denker".

...Und ich finds schoen, dass mir 4 Leute auf die Frage, wer denn alles liesst, geantwortet haben! ...und dann moechte ich noch einmal um Verzeihung wegen der ganzen Rechtschreibfehler bitten...irgendwie fehlt mir die Uebung! (und an meine Grundschullehrerin: darf man ueberhaupt so oft den Strich ( - ) fuer eingeschobene Dinge bennutzen oder fuehlt der sich zu oft fehl am Platz..? ;-) 

Brasilien, die Letzte. Und noch mehr ;-)

Freitag, 16.03.2012

Hola!

Mit Fotos muesst ihr euch noch ein bisschen gedulden, die kann ich hochladen, wenn mir Jacque das naechste mal den PC ausleiht...und von "meinem" Argentinier gibt es leider keine Fotos...Ich hatte weder in der Disco, noch im Schwimmbad meine Kamera bei mir ;-) (und auf die Apres-Ski Bilder freue ich mich schon...ich habe schon das ein- oder andere gehoert...)

Nach eineinhalb Stunden Schlaf (dies war einer der Rekorde) standen wir wieder auf, packten unsre Sachen und gingen zum Fruehstueck. Danach fiel mir ein: ich hatte immer noch nichts fuer meine Geschwister gefunden! Also bin ich nochmal losgerannt und unsre FF, die den Eingangsbereich im Ueberblick hatte, war schon ein wenig entzuernt, doch was soll man machen?! Ich bin also gegenueber in das Souvenirgeschaeft gerannt und habe auch gleich gesehen, was ich kaufen wollte. Leider wollten auch ein paar andere Menschen morgens um 8 noch ein Souvenir ergattern und die Damen hinter dem Tresen hatten anscheinend alle Zeit der Welt. Als ich dann doch auch einmal drankam (es war inzwischen 5 Minuten vor "Abfahrt" -also 15, bevor wir im Bus sitzen mussten...), war die laechelnde Dame nicht mehr so freundlich, da sie bei meinem schlechten Spanisch (ich sprach wieder spanisch und sie portugiesisch, aber jeder versteht jeden) doch ein bisschen ungeduldig wurde. Was kann ich denn dafuer, dass ich nicht weiss, ob meine Schwester Groesse P oder G hat???

Wir stolperten alle in letzter Minute in den Bus, wo ich dann auch gar nicht mehr auffiel. Ein letzter Bilck Richtung Westen auf den Atlantik. Eine letzte Fahrt durch diese haessliche Stadt. Das letzte Mal beim Anblick der "Ethanol nur 70 Cent pro Liter" ein Lachen. So wurde das alles im Bus von allen kommentiert. Nur eben aus einer anderen Sichtweise....die Sichtweise der "Jersey-Shore"-Liebhaber. 

Am Flughafen waren wir die zweite Gruppe, weswegen wir schnell mit dem Check-In fertig waren und dann noch 2,5 Stunden Zeit hatten. Ich ging ein bisschen durch die Geschaefte  und hielt auch ein bisschen nach dem Argentinier Ausschau. Wir hatten uns ja nicht wirklich verabschiedet. Dann passierte mir etwas, was mir sonst immer in Darmstadt passiert und ich nicht gedacht haette, dass es mir auch in anderen Laendern passiert. Ich blieb in einem Buchladen haengen. Das das alles auf portugiesisch war, stoerte mich wenig. Und besonders ein Buch ueber die besten Biersorten der Welt hatte es mir angetan. Es war halt doch leichter zu verstehen, als die Romane. Ich fand aber auch noch andere interessante Buecher und ehe ich es mich versah, hatte ih noch 5 Minuten bis wir uns trafen. Auf dem Weg kam ich an Imbissstaenden vorbei, in denen das Essen so lecker aussah, dass ich kurz davor war, mir etwas zu kaufen -bis mir einfiel, dass ich erst vor 3 Stunden an einem Buffet gefruehstueckt hatte und es wahrscheinlich im Flugzeug auch wieder Essen geben wuerde.

Ich kam am Treffpunkt an und der Anblick, der sich mir bot, musste gleich einmal fetgehalten werden. Die Maedels sassen auf den Sitzen. Die meisten waren grade noch so wach, ein paar stopften sich wahrlos Kekse in den Mund und dem Rest waren die Augen doch zugefallen. Die Jungs aber waren viel amuesanter. Ein paar sassen noch in den Sitzen, aber schon mit geschlossenen Augen vorne uebergebeugt. Aber der Rest lag schoen nebeneinander angereiht auf dem Boden, die Fuesse unter den Sitzen und die Koepfe auf en Rucksaecken oder Jacken. Ich machte ein paar Fotos und dann ging es weiter. Wir verabschiedeten uns von unsrer -trotz allem- wirklich grossartigen Fremdenfuehrerin und ein Junge war so traurig -ob es wegen der Verabschiedung von der FF oder von Brasilien war, wusste keiner-, dass er anfing zu weinen. Wir gingen durch die Sicherheitskontrollen (ich habe es inzwischen gelernt, nicht zu piepsen!..im Gegensatz zu ein paar Jungs..) und prueften diesmal nicht die Beamten. Wir wollten eigentlich nicht einsteigen, sondern durch den Noteingang wieder ins Land fliehen, doch irgenwann mussten wir doch rein. So atmeten wir ein paar letzte Zuege dieser so unglaublich, schoenen, feuchten, verschmutzten Luft ein, machten noch letzte Fotos und bestiegen dann doch das Flugzeug. Der Rueckflug war ewas angenehmer, ein paar schliefen (auf dem Flug zur Osterinsel hatte jeder einen Fernseher mit Filmen, Musik, Spielen und sogar Sprachschule gehabt und alle hatten geschlafen. Jetzt hatten wir nicht mal einen Fernseher wie im Bus und keiner schlief, obwohl alle totmuede waren. Da kann man jetzt ein bisschen phsychologieren.) und ich uckte aus dem Fenster und guckte mir die Landschaft an...jetzt, wo man wusste, was unter der gruenen Decke steckte, war es doch nicht mehr so Odenwaldaehnlich. Zusammengefasst hatten wir ziemlich viel erlebt, relativ viel gefeiert und festgestellt, dass in Brasilien alles groesser war. Von den Tieren uber die Straende bis hin zu den Coctails. Und ich hatte immer alleine und innerlich ueber meine Witze lachen muessen. Es war eben nicht meine Klasse mit meinen Huehnern und Pappenheimern gewesen. Aber man muss ja alles mal erlebt haben ;-)

Am Flughafen standen schon Massen von Eltern gereit, von denen mich auch ein paar freundlichst begruessten. Und ich stand wieder mal da und dache: "Sch****, wer ist das???" 

Auf der Fahrt bekamen wir dann ausfuehrlich von Gaspar erzaehlt. Er war frueh an diesem Tag (09.01.2012) geboren und meine Gastmutter hatte ihn natuerlich schon gesehen. Wir wollten auch noch hin, aber man durfte nur bis um 7 Uhr besuchen und es war schon halb 7. 

So fuhren wir nur nach Hause, wo auch schon Daniela und Aranthza warteten. Mit Aranthza verstehe ich mich ja klasse, aber Daniela ist so ein kleines, 7-jaehriges, die alles besser weiss. War ich auch so unausstehlich??? Ich kann mich an keinen erinnern, der so war...

Am naechsten Tag fuhren Seba, Jacque (er hat uebrigens gestern Schluss gemacht und Jacque hat die ganze Nacht kein Auge zugetan), Daniela und ich ins Krankenhaus. Wen wir dort fanden! Nachdem wir uns ein paar Mal verlaufen hatten (Daniela wusste ja den Weg) und dann schliesslich nach dem Weg gefragt hatten, fanden wir ersteinmal das Zimmer. Natalia lag im Halbschlaf im Bett, im Kinderbettchen lag der suesse, kleine Gaspar und danaben stand ein stolzer, strahlender Papa Danilo. 

Wir durften auch einmal das Kleine halten und als seine Mama ihn wieder in den Armen hatte, haette ich schwoeren koennen, konnte man auch schon den Anflug eines laechelns auf seinem Gesicht sehen. Nachdem wir Gaspar lange genug betrachtet hatten, hiess es dann, die Besucherzeit sei rum. Ich drueckte Danilo Geld in die Hand, damit er Bier und Chips kaufen geht. 

Das hat er dann auch schoen gemacht und wir haben Zuhause ein kleines "Baeschewaesche" (oder so) veranstaltet. Aber nur ein kleines. Das Grosse kam dann am naechsten Tag. Da kam auch Nacho vorbei und Danilo, er und ich haben...uns ein paar neue Flaschen gut schmecken lassen. Dann kam auch Natalia mit Gaspar heim und wir hatten einen grossen Spass. Gaspar verstand es schon mit 2 Tagen, uns gut zu unterhalten. Er posierte gekonnt fuer die Kamera. Das bestgelungenste war der Denker (Bilder folgen!!). Natalia und Familie wollten eigentlich abends noch faheren. Nach einem kurzen hin- und her beschlossen wir dann, alle mit an den Strand zu fahren. Also hatte ich eine halbe Stunde, um kurz noch eine Mail fertig zu schreiben und meine Sachen zu packen. Auf der Fahrt schliefen wir alle und ich fing mir den Anfang eines Schnupfens ein.

Jetzt noch eimal kurz ein bisschen von der Echtzeit.

Gestern war der heisseste Maerztag seit 100 Jahren. Bei uns in La Florida waren 36,1°C und ich bin mal wieder nicht vor die Tuer gegangen, sondern lag faul auf der Couch rum und guckte einer Spinne zu, die eine Ameise in Spinnenfaeden einwickelte. Als sie mir mit ihrer Beute aber immer naeher kam, ging ich los, um ein Stueck Klopapier zu holen -wer hat schon eine (zwar ganz kleine, aber trotzdem!) Spinne mit fetter Giftblase ("fetter Arsch" ist hier nicht angebracht, oder?), die sich auch noch unglaublich schnell bewegt, in der Wohnung leben?? Doch als ich wiederkam, war das eingetreten, was ich befuerchtet und auch noch belaechelt hatte -die Spinne war weg. Ich fand ein Spinnen-Toetungs-Mittel und hoffe, die Spinne war zu dem Zeitpunkt des Spruehens auch unter dem Tisch. 
Wo ich grade bei Spinne bin. Ihr glaubt mir nicht, was ich hier oft fuer einen Mist erzaehle. Als ich von "dem Auge der Palme" erzaehlte, war die Verwechslung von Ojo (Auge) und Oja (Blatt) (die Schreibweise lassen wir jetzt bitte einmal aussen vor!) ja schnell aufgeklaert. Weniger schell ging es, als ich von eier Spinne im Bad erzaehlen wollte. Ich fing an, von einer "Spinilla", die im Bad herumgekrabbelt war, zu erzaehlen. Alle am Tisch guckten mich verstaendnislos an. Also meinte ich: "Die Spinilla, das Tier mit den acht Fuessen! Die, die es in allen Haeusern gibt und ueberall rumkrabbeln!". Aranthza ,die auch manchmal sehr lustige Dinge auf Strassenschildern liesst (bei Gelegenheit mehr), fand schliesslich die Loesung: "Du meinst Araña!". Damit die Nicht-Spanischsprechenden das jetzt auch nocht verstehen: Spinilla ist ein Pickel. Und stellt euch mal vor, was ein Bild sich in den Koepfen von Aranthza, Jacque und meiner Gastmutter gebildet haben muss. 

Die Schule...ja, ein andermal. Meine Schwester macht mir grade wieder Zoepfchen und da muss ich immer nach unten auf die Tastatur schielen...

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